Aktuelles aus dem Wirtschaftsrecht
Bleiben Sie informiert!

RSSNachrichten.PubRechts.Ninja

Digitalisierung in allen Bereichen

„Digitalpolitik für Wirtschaft, Arbeit und Verbraucher – Trends, Chancen, Herausforderungen“, so der Titel des von drei Bundesministerien erarbeitete Papier zur Bewältigung und Durchführung der Digitalisierung.

Gemeinsam haben sich das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz im Juni 2017 auf politische Leitlinien für die Gestaltung des digitalen Wandels für die Wirtschaft, die Beschäftigten und Verbraucherinnen und Verbraucher verständigt. Einerseits werden in diesem Papier die Trends, Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung in der Sozialen Marktwirtschaft beschrieben, aber andererseits auch politische Leitlinien festgehalten, die für die Gestaltung des digitalen Wandels zum Wohle von Wirtschaft, Bürgern sinnvoll und notwendig sind.

Digitalisierung bedeutet nicht nur den Einsatz von neuen Kommunikationstechnologien, sondern der digitale Wandel findet so gut wie in jeder Wirtschafts- und Industriebranche statt. Besonders wird in der Veröffentlichung darauf hingewiesen, dass die Digitalisierung kein rein wirtschaftlich-technologischer, sondern ein gesamtgesellschaftlicher Prozess ist, der auch Fragen von Freiheit und Demokratie berührt. Neben Veränderungen in der Kommunikation, im Arbeitsleben, in der Wirtschaft und nicht zuletzt beim Konsumieren, wird es auch die Art zu leben, den Alltag und die Gesellschaft wandeln. Unter diesem Gesichtspunkt haben die Bundesministerien in ihrem Papier Maßnahmen und Initiativen in insgesamt zehn Handlungsfeldern vorgeschlagen. Darüber hinaus wurde auch ein Ausblick auf die Anforderungen an eine künftige Digitalpolitik auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene gewagt.

Bereits mit der Digitalen Strategie 2025 sind Möglichkeiten aufgezeigt worden, auf welche Weise der digitale Wandel gestaltet und durchgeführt werden kann. Dazu werden in zehn Bereichen Handlungsbedarf und Chancen aufgezeigt:

  1. Intelligente Vernetzung: Eine umfassende und systematische Nutzung der Digitalisierungspotenziale – vor allem in Infrastrukturbereichen vom Energie-, Verkehrs-, Gesundheits- und Bildungsbereich und der öffentlichen Verwaltung.
  2. Digitalagentur: Eine Leitstelle, ein Kompetenzzentrum des Bundes errichten
  3. Industrie 4.0: Förderprogramme für Unternehmen aufstellen
  4. Ordnungsrahmen: Für die Digitalisierung müssen zur Entfaltung Freiheiten möglich sein, um sich zu entfalten und gleichzeitig muss für rechtliche Klarheit und Sicherheit gesorgt werden.
  5. Forschung: Spitzentechnologien beschleunigt einführen, Forschungsprojekte fördern
  6. Datensicherheit: Vertrauen, Sicherheit und Datenschutz in einer zunehmend digitalisierten Welt bilden durch die Entwicklung neuer Sicherheitssysteme
  7. Neue Geschäftsmodelle: Förderung und Unterstützung kleiner und mittlerer Unternehmen, Digitalisierungsoffensive Mittelstand
  8. Neue_Gründerzeit: Unterstützen von Start-ups z.B. durch vereinfachte Finanzierung und Förderung von Kooperationen mit etablierten Unternehmen.
  9. Gigabit-Glasfasernetz: Lückenlose Hochleistungsfähige Breitbandnetze im gesamten Bundesgebiet
  10. Digitale Bildung:Digitalisierung erfordert neue Fähigkeiten und Qualifikationen von der Schule über die duale Ausbildung bis hin zur Hochschule und beruflichen Weiterbildung.

Die Digitalisierung macht vor keinem Bereich halt. So findet auch der digitale Wandel in der Versicherungsbranche statt. Laut der Studie „Versicherung digital 2017“ erwarten zweidrittel der Kunden digitale Angebote und Service von den Versicherungen. Mit der Digitalisierung wird ein schnellerer Zugriff auf mehr Informationen verbunden. Besonders wird auch eine einfachere und zeitlich kürzere Bearbeitung von Versicherungsabschlüssen und Versicherungsfällen vorausgesetzt. Eine komplette digitale Schadensabwicklung stellt sich mehr als die Hälfte der Kunden vor. Aber vorallem wird die Kommunikationsmöglichkeit über diverse verschiedene Kanäle bei über 85 % der Kunden als positive Entwicklung gesehen. Eine bequehme Information über das Internet zu Hause oder über das Handy zu jeder Tageszeit wünschen sich viele Verbraucher und das kann die Versicherungsbranche nicht ignorieren.

Archiv