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Insolvenzantragspflicht – was ist zu beachten?

Die Zahlen der Unternehmensinsolvenzen sind in den vergangen Jahren zwar zurückgegangen, dennoch bestehen immer noch ein Insolvenzrisiken für viele Unternehmen. Eine Insolvenz kann schneller kommen als einem lieb ist. Einmal einen Trend verschlafen oder gesagt „Das Internet ist nur ein kurzfristiger Hype“ und schon kann der Insolvenzverwalter vor der Tür stehen. Besonders bei Neugründungen kann es zu Insolvenz kommen. Man sagt hier, dass die ersten drei Jahre die Schwierigsten sind. Derra, Meyer & Partner (www.derra.eu) haben sich auf Restrukturierung und Insolvenzen spezialisiert.

Eine Insolvenz entsteht, wenn das Unternehmen seinen Zahlungen nicht mehr nachkommen kann. Man spricht hier auch von einer Zahlungsunfähigkeit. Selbst bei drohender Zahlungsunfähigkeit muss Insolvenz angemeldet werden. In Deutschland geht es bei einem Insolvenzverfahren darum die Verluste möglichst gerecht auf die Gläubiger zu verteilen. In Frankreich hingegen geht es hauptsächlich um den Erhalt der Arbeitsplätze. Besonders im Baugewerbe kommt es oft zu Insolvenzen. Das kommt dadurch zustande, weil viele Materialen die zum Bau benötigt werden vorher gekauft werden und der Bauherr dann pleite gegangen ist und die Firma dann auf den Materialen hängen geblieben ist. Aber auch in der Gastronomie und im Einzelhandeln ist die Insolvenzgefahr überdurchschnittlich hoch.

Viele Firmen, egal ob alteingesessenes Familienunternehmen oder neues Start-Up. Viele Unternehmen haben nicht ausreichend finanzielle Mittel, können dadurch ihre Rechnung nicht bezahlen und haben oft ein niedriges, gar kein oder sogar ein negatives Eigenkapital. Zurzeit geht es den meisten Unternehmen so gut wie noch nie. Durch die niedrigen Zinsen können Schulden so günstig wie noch nie aufgenommen werden. Für Neuakquisitionen oder den Ausbau des Unternehmens. In nächster Zeit wird zwar noch kein großer Zinsanstieg erwartet, aber wenn er kommt werden viele Firmen in eine missliche Lage kommen, weil sie sich total übernommen haben. Dadurch, dass höhere Finanzmittel benötigt werden um die Schulden zurückzuzahlen. Oft wird bei Neuakquisitionen und dem Ausbau von Unternehmensflächen zu knapp kalkuliert.

Was sollte bei einem Insolvenzantrag beachtet werden?

Leider kann diese Frage nicht pauschal beantwortet werden. Jedes Unternehmen hat andere Probleme. Durch Sanierungsverfahren können viele Firmen wieder auf Vordermann gebracht werden. Andere hingegen ist nicht mehr zu helfen und da kann man nur noch versuchen das Beste für die Gläubiger rauszuholen.

Fast alle Firmen die von einer Insolvenz bedroht sind benötigen Hilfe von einem Insolvenzberater, da die Lage meist nicht alleine und ohne Hintergrundkenntnisse bewältigt werden kann.

Um auf der sicheren Seite zu sein sollte am besten immer ein Berater hinzugezogen werden. Das gilt für große aber auch für kleine Firmen. Überschätzen Sie sich in der Lage nicht selber. So eine Insolvenz ist kein Zucker schlecken und sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden.

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